…so wunderschön.

Und da stand er nun. Wunderschön anzusehen.
Seine blasse Haut schien ebenmäßig im Mondschein zu schimmern.
Alles war still um uns herum.
Mit der Seite an einen Laternenpfahl gelehnt und der Zigarette im Mundwinkel.
So wunderschön.
Wenn er den Rauch tief einatmete schloss er die Augen und es knisterte ganz leise.
Und wenn er dann seine Augen wieder öffnete und in den tiefschwarzem Himmel blickte, dann sah ich die Traurigkeit in ihm.
Sie umhüllt ihn wie einen Schatten, aus dem er nicht mehr hervortreten konnte.
Wenn er mich in diesen seltenen Momenten ansah, dann verschlug es mir den Atem.
Er war so wunderschön.
Sein Gesicht so sanft und weich und jung. Seine Finger lang und schlank. Er sah immer ein wenig so aus, als ob er fror.
Einmal murmelte er, dass er nicht in der Kälte die ihn umgab frieren würde. Dann lächelte er dieses gequälte Lächeln, was er zum Ende hin vermehrt trug. Dann fügte er leiser hinzu, dass er schon längst kalt sei.
Selbst in seiner Traurigkeit faszinierte er. So wunderschön.

~ von kleeblatt am November 9, 2009.

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