Fairfield & Bridgeport

Heute habe ich erst einmal ausgeschlafen, schließlich muss ich das ja auch mal genießen, war das erste Mal das ich einfach mal morgens lange geschlafen habe – hat wirklich gut getan.

Dann habe ich mir ein ausgiebiges Lunch Paket gepackt, meinen MP3 Player mit Hörbüchern vollgepackt und mich auf den Weg gemacht.

Zuerst musste ich noch tanken gehen und natürlich heute sind die Benzinpreise wieder total hoch gewesen, obwohl sie die ganzen Wochen niedrig waren. Aber gut, von so was lasse ich mir dann auch nicht die Laune verderben ;)

Ich hatte mir den Weg über die Interstate 95 North rausgesucht, war einfach der beste Weg, immer drauf bleiben und bei Exit 21 runter und dann ist man schon mitten in Fairfield.

Amerikanische Autobahnen sind wirklich schrecklich, besonders wenn man aus Deutschland kommt und gerne fährt, schätze ich.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei 55 Meilen pro Stunde (mph), was etwa 90 km/h entspricht – also nicht wirklich schnell. Außerdem ist es völlig normal, dass man rechts überholt, was bedeutet, dass auf jeder Spur Kriecher zu finden sind und wenn man dann schneller fahren möchte, muss man in Schlangenlinien um alle möglichen Autos kurven.

Nichtsdestotrotz kommt noch dazu, dass Amerikaner es wohl nicht für gefährlich halten, auch Ausfahrten auf die linke Seite zu legen, sowie die Seitenspur teilweise auf die rechte, teilweise auf die linke Seite zu platzieren.

Deswegen muss man wirklich gut aufpassen beim Fahren, aber da man ja meist keine Kupplung hat und somit auch nicht schalten muss, ist das Fahren ja eh gechillter.

Google maps hatte mir ausgerechnet, dass ich ungefähr 40 Minuten bis nach Fairfield brauchen würde und obwohl ich im Stau stand hab ich ziemlich genau 40 Minuten gebraucht bis ich da war – könnte daran gelegen haben, dass ich nicht immer nur 55 mph gefahren bin :P

Sobald ich die Grenze nach Connecticut überschritten hatte lag auch schon überall Schnee. In Larchmont hat es zwar auch schon ein paar Mal geschneit, aber es hat nie lange gedauert und bald war alles geschmolzen.

Schneller als erwartet war ich schon beim 21. Exit angelangt und fuhr nach Fairfield. Die Sonne hat geschienen und alles sah wirklich sehr schön aus.

Ich hatte mir im Internet mal angeschaut wie nah Fairfield am Meer lag und da es direkt am Meer lag bin ich erstmal zur Fairfield Beach Road gefahren, in der Hoffnung irgendwo parken zu können und dann den Strand entlang laufen zu können. Aber leider waren es alles private Strandabschnitte die zu Häusern gehörten und die komplette Straße entlang konnte man nicht bis zum Strand gelangen, es sei denn man hätte sich auf die Grundstücke geschlichen, was ich aber in Amerika nie machen würde – ich hab schon die verrücktesten Geschichten gehört, von Postboten die von Hausbesitzern erschossen wurden, weil sie zu weit auf das Grundstück gegangen waren.

Am Ende der Straße hab ich dann einfach vor einem leer stehenden Haus, das zum Vermieten angeboten wird, geparkt und von dort aus hatte ich trotz allem eine sehr schöne Aussicht auf den Strand und das Meer. Es war eisigkalt und trotz dem Irish Breakfast Tee und dem noch warmen Bagel mit Spiegeleiern wurde es nicht wirklich wärmer, aber die Aussicht hat wirklich alles wett gemacht.

Nur schwer konnte ich mich von dem Anblick lösen, aber ich wollte ja auch noch etwas von dem Rest der Stadt sehen, bevor es dunkel wurde und das wird es ja schon um 16h.

Also bin ich wieder zurück in die kleine Innenstadt gefahren und bin ein wenig rumgelaufen. Wirklich groß ist es ja nicht, aber dafür umso gemütlicher, besonders weil es gedämmert hat und all die Weihnachtsbeleuchtung schon an war. Sah wirklich sehr schön aus.

Dann bin ich auch schon weiter gefahren, um noch schnell in Bridgeport, einer etwas größeren Stadt, vorbeizufahren. Dort habe ich mich dann auch umgesehen, aber ich muss sagen, dass Fairfield viel schöner ist, Bridgeport war schon wieder so groß, dass Hochhäuser die Sicht versperrten, viel Müll rumgelegen hat etc.

Eigentlich hatte ich vorgehabt die komplette Strecke auf der Boston Post Road zurückzufahren, die ziemlich genau bis nach Larchmont an der Küste entlangführt, aber im Dunkel hat es keinen Sinn gemacht einen Umweg von 30 Minuten zu nehmen, also bin ich wieder über die Autobahn zurück gefahren.

~ von kleeblatt am Dezember 9, 2008.

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