Erst mit dir bin ich glücklich - Teil 3 (Kurzgeschichte)
Er sah zu ihr, um zu sehen wie sie reagierte. Doch sie schaute ihn nur enttäuscht an, schließlich hatten die Beiden immer über so eine Art von Frauen zusammen abgelästert und Sue wäre nie auf den Gedanken gekommen, das Mark Gefallen an solchen Tussis finden würde. Mark versuchte ihr mit seinem Blick zu verdeutlichen, dass er ganz sicher nicht an Tiffany interessiert war, doch Sue blickte ihn schon gar nicht mehr an und ging ohne ihn anzusehen an ihm vorbei und holte ihre Schultasche, die sie vergessen hatte. Mark war aufgestanden und hielt sie am Arm fest. „Sue, bitte.“, sagte er leise. Doch sie sah in nur mit zusammengekniffen Lippen bedauerlich an. Dann riss sie ihren Arm los und stürmte die Treppen hoch.
Mark ließ sich auf die Couch fallen, doch dort hielt es ihn nicht lange. Er wollte weg von diesem Ort. „Gehen wir spazieren?“, fragte er, obwohl es mehr wie eine Feststellung klang. Er schnappte sich seinen Mantel und den Schlüssel und wartete das Tiffany ihm folgte. Kurz darauf stand sie neben ihm. Die beiden liefen eine Weile lang in Richtung eines Parks und Mark hörte sich schweigend Geschichten aus Tiffanys Leben an. Er stoppte erst, als sie über eine Brücke liefen. Er stützte sich mit seinen Händen gegen das Geländer und genoss die Aussicht die sich ihm bot. Der Fluss schlängelte sich durch die Wiesen, die Sonne war am Untergehen und tauchte alles in einen gemütlichen, schummrigen Rot-Ton. Ein sanfter Wind strich über Marks Gesicht und er schloss die Augen. Er konnte die Blätter im Wind rascheln hören und spürte wie sich jemand an seine Schulter kuschelte. Er versuchte sich vorzustellen, dass es Sue war, denn mit niemandem lieber wäre er jetzt hier. Er sehnte sich doch auch nach Zuwendung und Geborgenheit. Aber sicher nicht von Tiffany! Er riss sich von ihr los und ging schnell ohne etwas zu sagen, an ihr vorbei, zurück zu seiner Wohnung.
Kaum angekommen, schmiss er seine Sachen wütend in eine Ecke und verbarrikadierte sich in seinem Zimmer, nachdem er die Tür laut zugeschlagen hatte. Der Krach hatte ihn ein wenig besänftigt und er ließ sich rücklings auf sein Bett fallen und blieb einfach nur liegen. Er wollte sich keine Gedanken darüber machen was Sue jetzt über ihn dachte, obwohl es ihn sehr beschäftigte. Er war erst mal froh, dass er Tiffany los war und es war ihm völlig egal, was sie von ihm dachte. Er raffte sich auf, um zu Sue zu gehen. Vor ihrer Tür blieb er stehen und hörte einen Moment in die Stille, er wollte sich sicher gehen, dass sie jetzt nicht telefonierte, denn dann hatte er keine Chance mit ihr zu reden. Er klopfte und wartete auf ein „Herein“ von ihr, was auch nach einer Weile ertönte, allerdings etwas abgestumpft, was ihm einen unbehaglichen Schauer über den Rücken trieb. Er trat ein und sah, dass sie sich weiterhin über ihren Schreibtisch beugte, aber nicht schrieb. „Ich würde gerne mit dir reden.“, sagte er ohne große Umschweife. Er stand etwas verloren in der Mitte des Raumes und blickte auf ihren Rücken, den sie ihm zugewandt hatte.
„Worüber?“, fragte sie kurz angebunden. Mark ließ sich auf ihrem Bett nieder und sie warf ihm einen verstohlenen Blick zu. Mark seufzte und rieb seine Hände fahrig aneinander. „Also, vorhin… Tiffany… ich meine… ich hoffe du denkst nicht, dass…“ Mark bekam keinen ordentlichen Satz heraus und blickte nur hilfesuchend zu Sue, die sich auf ihrem Schreibtischstuhl zu ihm drehte und die Augenbrauen hochgezogen hatte, angesichts seines unverständlichen Gemurmels. Doch ihr Blick war nicht mehr so kalt wie zuvor, sondern eher hoffend, was ihn ungemein beruhigte.
„Zwischen ihr und mir war nichts, ist nichts und wird auch nie etwas sein. Das wollte ich dir nur sagen.“, brachte er letztendlich heraus und Sue lächelte ihn ein klein wenig an. „Gott sei Dank.“, murmelte sie. „Ich dachte schon dich hätten alle guten Geister verlassen!“ Mark grinste nun auch wieder mehr, die Beiden waren sich einig, das Tiffany eine nervige Pute war.
Durch die nun entstandene entspannte Stimmung zwischen ihnen, lächelte auch Sue mehr. Sie setzte sich im Schneidersitz neben ihn. Mark hätte sie in dem Moment am liebsten umarmt und da weiter gemacht wo sie durch Tiffany gestört wurden, doch Sues Worte kurz darauf hallten ihm durch den Kopf. Er wollte sie auch nicht darauf ansprechen.
„Ich wollte dir auch noch etwas sagen.“, holte Sue ihn aus seinen Gedanken. Er blickte sie auffordernd an weiter zu reden. Sue schaute auf ihren Ärmel, mit dem sie spielte. „Ich hab mit David Schluss gemacht.“
Mark riss die Augen auf und konnte kaum glauben was er hörte. „Was? Ich meine… Wieso? Wann?“, überhäufte er sie mit Fragen. Doch Sue schaute ihm nur traurig in die Augen. „Och meine Kleine.“, flüsterte er, zog sie an sich und schloss sie fest in die Arme. „Jeder macht seinen ersten Liebeskummer durch, das geht vorbei.“, versuchte er sie zu trösten, obwohl er keine Spur Mitleid mit David hatte, nur mit ihr, da sie dadurch traurig war. Dennoch, Sue war nicht nach weinen zumute.
„Ich hab ihn nicht geliebt. Das hab ich gemerkt, als ich ihn mit einer anderen erwischt habe!” Mark hob ihr Kinn an, sodass sie ihn anschaute. „Der Arsch hat dich gar nicht verdient!“ Sue nickte langsam, Mark strich ihr zärtlich über die Haare. Sue ließ sich in seinen Armen nieder, legte ihren Kopf in seinen Schoß und schloss die Augen. Verträumt strich Mark ihr immer noch über die Haare. Sue sprach weiter: „Wir hatten uns eh nur gestritten und als ich ihn dann mit der anderen erwischt habe, war ich irgendwie froh, einen Grund zu haben, mit ihm Schluss machen zu können.“ Sue hatte immer noch ihre Augen geschlossen, weil sie ihn nicht anschauen wollte, während sie ihm das erzählte, doch sie fuhr fort: „Ich bin echt froh, das ich mich nicht dazu habe drängen lassen, mit ihm zu schlafen!“
„Oh.“, brachte Mark da nur heraus. Sue hatte sich aufgehoben und nicht mit ihm geschlafen? Auf eine Weise beruhigte ihn das, weil Sue es nur bereut hätte.
„Ich bin stolz auf dich, das du dich ihm widersetzt hast. Nicht jede hätte dem Druck standgehalten!“, sagte er leise und Sue öffnete langsam wieder die Augen, als Mark ihr sanft über die Wange strich. „Ich will einfach warten bis der Richtige kommt, um es dann wirklich aus Liebe zu tun!“, erklärte sie ihm leise, fast schon schüchtern und blickte ihn durchdringend an. Mark nickte und verstand sie vollkommen. Er lächelte leicht und küsste sie auf die Stirn. „Ich lass dich jetzt mal alleine.“, sagte er, weil er das Gefühl hatte, das sie das jetzt brauchte. Sue nickte, setzte sich auf und Mark ging zum Türrahmen. „Mark?“ Er blieb stehen und drehte sich noch einmal zu Sue um. „Danke!“, sagte diese und Mark lächelte sie an. „Gern geschehen!”, antwortete er und ließ sie alleine.
Er lehnte sich in seinem Zimmer angekommen gegen die Tür, als er sie geschlossen hatte und fuhr mit dem Rücken an ihr herunter, bis er auf dem Boden saß. Er konnte es immer noch nicht glauben. Sue war wirklich nicht mehr mit David zusammen und hatte ihn noch nicht mal geliebt.
Er nahm sich vor in den nächsten Tagen besonders aufmerksam zu sein und ihr jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, schließlich ging es ihr sicher nicht so gut damit, eine Beziehung beendet zu haben, egal ob sie ihn nun geliebt hatte oder nicht. Trotz allem schlief er mit einem Lächeln auf seinen Lippen ein, denn neue Hoffnung hatte sich in ihm ausgebreitet.
Am nächsten Morgen wurde er von einem leichten Pochen wach. Er schaute verschlafen auf seinen Nachttisch, es war schon fast zwölf Uhr, doch für ihn als Langschläfer an einem Samstagmorgen nichts Ungewöhnliches. Da ging seine Zimmertür auf und Sue stand mit einem Tablett voll beladen mit Frühstück vor seinem Bett. Er richtete sich auf und streckte sich dabei, während er gähnte. Sue setzte sich neben ihn. „Guten Morgen Mark.“, sagte sie gut gelaunt. “Morgen”, grinste er zurück und fuhr sich mit einer Hand durch die zerzausten Haare. Er musste sicher total schrecklich aussehen, dachte er sich.
Er ließ seinen Blick über Sue schweifen und landete schließlich auf dem Tablett. Es duftete herrlich nach schwarzen Tee mit Milch und Zucker. Sue hatte sich die Mühe gemacht ihm ein großes irisches Frühstück zu bereitet mit Speck, Rührei und Spiegelei, frischen Brötchen, Toast, Würstchen, Baked Beans und Blutwurst, dazu noch Orangensaft. „Du bist so ein Schatz!“, freute er sich und legte Sue einen Arm um die Schulter, um sie dann auf die Wange zu küssen. Wasser lief in seinem Mund zusammen.
Das Frühstück schmeckte hervorragend und so hätte sein Tag nicht besser beginnen können. Obwohl…? Doch diese Gedanken verdrängte er mit einem leichten Grinsen. Er trank den letzten Schluck aus seiner Tasse und merkte wie Sue ihn beobachtete. „Das war super! Danke noch mal, dafür revanchiere ich mich!“, bedankte er sich erneut, wie schon so oft. „Gern geschehen!”, grinste sie, nahm das Tablett wieder an sich und verließ das Zimmer. Im Türrahmen blieb sie noch mal stehen. „Ach ja, beeil dich mit dem Anziehen, ich würde heute gerne ein wenig spazieren gehen.“, lächelte sie keck und Mark nickte. Pfeifend machte er sich fertig und ging dann runter zu Sue.
Die beiden verbrachten einen tollen Nachmittag zusammen. Sie schlenderten eingehakt durch St. Stephens Green und machten es sich in ihrem Lieblingscafe gemütlich. Sie merkten gar nicht wie die Zeit verging und saßen mehrere Stunden einfach nur beieinander und redete ausgelassen über Gott und die Welt. Irgendwann mussten sie dann auch gehen, setzten ihre Unterhaltung aber zuhause fort. Dort war es urgemütlich. Mark machte leise Musik an und holte eine kuschelige Decke für die Couch, Sue kochte Tee und die beiden machten es sich bequem. Sie saßen sich jeweils im Schneidersitz auf dem Sofa gegenüber und tranken ihren Tee. Die ganze Zeit hatten sie schon über die perfekte Beziehung gefachsimpelt und Mark hatte freudig festgestellt, das Sue so ziemlich die gleiche Ansichten wie er hatte. Die CD war schon längst zu Ende, als sie immer noch redeten. Doch auch so sehr er sich streute kam er auf das Thema Sex zurück. „Meinst du, du hättest mit David geschlafen, wenn er dich lange genug gedrängt hätte?“, fragte er. Sue schaute ihn verwundert an: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“ Mark zuckte mit den Schultern und grinste unschuldig, dabei hatte er ständig daran denken müssen. Sue lachte auch, seinem Blick konnte sie einfach nicht widerstehen. Dann schüttelte sie den Kopf. „Nein, eher hätte ich mit ihm Schluss gemacht!“ Mark nickte langsam: „Find ich gut.“ „Ja, aber jetzt sterbe ich bestimmt als alte Jungfrau!“, lachte Sue, nicht wirklich ernst gemeint. Mark schaute sie lange an. „Nein, das glaube ich nicht. Du wirst früh genug erfahren wie großartig Sex ist!”, sagte er überzeugt. Er konnte sich gar nicht vorstellen das Sue noch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet hatte, sie kam so erfahren rüber und redete mit ihm offen über alles was mit dem Thema Sex zu tun hatte. Doch in ihren Augen konnte er die Neugierde und Befangenheit sehen, die sich breit machte, immer wenn sie auf das Thema zu sprechen kamen. Sue grinste. „Erzähl mir lieber wie dein 1. Mal war.”, forderte sie ihn gespannt auf. Mark nickte, dann breitete er die Arme aus. „Dafür musst du aber zu mir kommen.“, schmunzelte er, was Sue auch gleich befolgte. Sie setzte sich zwischen seine Beine und lehnte sich mit dem Rücken an ihn. Mark lehnte sich bequem an die Couch und schlang die kuschelige Decke um sie und sich. Sue legte ihren Kopf gegen seine Schulter und er erzählte ihr von seinen ersten Erfahrungen in Sachen Liebe. Sue hörte gespannt zu und fragte immer wieder nach. Mark hatte keine Probleme damit, mit ihr darüber zu reden, denn er war sich sicher, dass sie niemanden auch nur ein Sterbenswörtchen verraten würde. Nachdem er geendet hatte sagte Sue feixend: „Du hast ja richtig Erfahrung und weißt wie man eine Frau glücklich macht!“
Mark antwortete nicht und er war nur froh, dass sie sich nicht zu ihm umdrehte, denn dann hätte sie gesehen, wie rot er angelaufen war.
Jetzt wollte er aber auch etwas über sie erfahren. „Du kannst mir nichts von deinem nicht vorhandenen Sex Leben erzählen… Aber wie wäre es wenn du mir von deinen Träumen erzählst?“ Sue lachte und kniff ihn leicht ins Bein. „Heute bist du ja ziemlich neugierig, was? Aber okay, weil du mir auch soviel erzählt hast. Was willst du hören?“ Mark überlegte einen Moment, er wollte sie nicht bedrängen und etwas allzu privates fragen, da ihr das sicher unangenehm wäre und er auch nicht wirklich darauf brannte, ihre geheimsten Fantasien zu wissen. Deshalb begnügte er sich mit der Frage: „Wie möchtest du dein erstes Mal erleben?“ Sue überlegte und strich ihm gedankenverloren, über die Hand, die er extra nicht auf ihren Bauch gelegt hatte, sondern ganz artig auf seine eigenen Knie. Doch Sue hatte sie längst zu sich genommen und streichelte die eine Hand sanft, während seine andere warm auf ihrem Bauch ruhte, was sie, aber auch er, sehr genossen. Er schloss die Augen und hörte ihr zu.
„Es muss einfach wunderschön sein. Ich weiß ich bin hoffnungslos romantisch, aber ich glaube fest daran, dass ich mein erstes Mal mit meiner großen Liebe verbringen kann. Ich weiß nicht wo, da lasse ich mich überraschen, aber es soll auf jeden Fall wunderschön sein! Überall mit Kerzen, Rosen und all so was. Und er muss wirklich einfühlsam sein und zärtlich. Wie im Märchen!“ Sue machte eine Pause und wartete, dass Mark etwas sagte, doch von ihm kam nichts. „Was sagst du dazu?“, fragte sie schließlich nach. Sie spielte mit seinen Fingern. „Ich finde es klingt sehr schön! Wenn ein Typ weiß was er an dir hat, wird er es dir so wunderschön bereiten wie du es dir wünschst!“
Mark lächelte, er hatte sich schon so oft vorgestellt, wie er sie verwöhnen würde und seine Vorstellung war wie ihre, genauso romantisch! Es machte ihn wirklich glücklich, dass sie so viele Dinge genauso sahen wie der jeweils andere.
Er strich ihr gedankenverloren über die Haare und dachte drüber nach, ob er ihr jemals gestehen sollte, dass er sich in sie verliebt hatte. Da riss ihn Sue aus seinen Träumen: „Wollen wir einen Film gucken?“, fragte sie ihn. Mark stimmte zu. Er stand kurz auf, um ein Video zu holen, als er wieder kam, war Sue auch nicht mehr da. Er spulte schon mal die Kassette vor, als Sue in ihrem Pyjama und ihrer Decke im Arm zurückkam. Mark starrte sie einen kurzen Moment an. Ihr Pyjama gefiel ihm. Es waren ziemlich kurze Short und ein Shirt. Er betrachtete ihre nackten Beine, bevor ihm auffiel was er gerade tat. Er schüttelte leicht den Kopf. „Das ist ne gute Idee, ich zieh mich auch mal eben um.“, sagte Mark und ging. Sue schüttelte lachend den Kopf, als sie die Couch ausklappte, damit es bequemer wurde. Sie legte sich quer hin, mit der Absicht dass Mark sich direkt neben sie legen sollte. Schließlich mochte sie seine Nähe sehr und genoss es das er bei ihr war. Ihr Bauch kribbelte, bei dem Gedanken, sich gleich wieder an Mark kuscheln zu können, doch ihr Lächeln wurde zu einem traurigen als sie daran dachte, dass sie eh keine Chancen bei ihm hatte. Aber immerhin konnte sie seine Gegenwart genießen und in ihrer besonderen Freundschaft, war es etwas Normales geworden miteinander zu kuscheln. Da kam Mark in Boxershorts und Shirt auch schon wieder, er setzte sich fast schon schüchtern ans Ende der Couch, zog die Beine an und drückte auf der Fernbedingung Play.
Mark war sich plötzlich nicht mehr sicher, ob er die Nähe von Sue suchen sollte. Er hatte Angst ob es plötzlich zu auffällig sein könnte und er hatte beschlossen ganz neutral zu sein. Er fror, da es im Wohnzimmer kalt geworden war und er nur leicht bekleidet da saß. „Jetzt komm schon her!“, sagte Sue zu ihm lächelnd. Sie war sich sicher, dass Mark das Angebot nicht verschmähen würde, schließlich lag sie unter einer warmen, kuscheligen Decke. Mark zögerte keinen Moment und legte sich schließlich hinter sie. „Oh ist das schön warm.“, grinste er und drückte sie lachend ganz nah an sie. Sue lachte mit, als sie seine Hand auf ihrem Oberschenkel ruhen spürte und er sie sanft streichelte. Sues Gefühle fuhren Achterbahn, sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, aber ihre Gedanken kreisten nur um ihn und ihr Herz klopfte schnell, als er sie sachte berührte. Sie spürte seinen Körper so nah wie nie zuvor an sich, er legte sogar seine Beine so angewinkelt hinter ihre und sie spürte deutlich seinen Unterleib an ihrem. Es kam ihr so vor, als würde er es automatisch machen und sie machte sich nicht allzu große Hoffnungen dabei, aber es fiel ihr schwer sich auf den Film zu konzentrieren. Als Mark das merkte, ließ er seine Hand sinken und hörte auf sie zu streicheln. Das alles geschah in Stillschweigen. Er deutete ihre Unkonzentration falsch und dachte sich, dass sie es nicht mochte, aber sich nicht traute etwas zu sagen.
Da kam plötzlich eine gruselige Szene und Sue klammerte sich noch näher an Mark. Dieser zog sie beschützend an sich, nun lag sie so nah wie überhaupt möglich an ihm und er ergriff ihre warme Hand, die sie leicht drückte. Er grinste und küsste sie ganz kurz, aber umso zärtlicher auf den Halsansatz. Sue überkam eine Gänsehaut.
Als sich ihr Körper immer wieder anspannte, da sie sich erschrak, erregte es Mark sehr. Er atmete tief ein und aus und versuchte an etwas anderes zu denken. Doch wenn sie ihre Hüfte nur Millimeter bewegte, breitete das in ihm ein wohliges Gefühl aus, schließlich berührte sie dann jedes Mal unbewusst seine erogene Zone, da er so dicht hinter ihr lag und so wenig anhatte. Schließlich war er es, der sich nicht auf den Film konzentrieren konnte.
„Willst du schlafen gehen oder wollen wir die Nacht durchquatschen?“, fragte Mark und lachte leise, als gerade der Abspann des Filmes lief, mittlerweile hatte er sich beruhigt und hatte doch noch in Ruhe den Rest des Filmes anschauen können. Doch Sue antworte ihm nicht. „Süße, du schläfst doch nicht schon etwa?“, lächelte Mark, obwohl er es bereits wusste. Er machte den Fernseher aus und schmiegte sich an Sue. Tief atmete er ein und flüsterte ihr ins Ohr: „Du weißt gar nicht wie sehr ich dich mag!“ Dann versuchte er auch zu schlafen.
Am nächsten Morgen wachte Sue in den Armen von Mark auf, was sie zuerst erschrecken ließ, weil sie erst nicht wusste wie sie dahin gekommen war, doch dann erinnerte sie sich an die letzte Nacht. Mit einem Grinsen beugte sie sich zu ihm und hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Stirn. Dann beobachtete sie Mark wie er friedlich schlief. Sogar wenn er schlief, hatte er seine irrsinnig süßen Grübchen in der Wange und sie musste sich zurück halten, nicht über seine Wangen zu streicheln. Aber wieso eigentlich? War es denn schlimm wenn die beste Freundin ihrem besten Freund über die Backe streichelte? Nein, beschloss sie lächelnd und streckte ihre Hand aus. Sie fuhr mit ihren Fingerspitzen sanft über seine Stirn, über eine Locke die ihm ins Gesicht hing, seine rauen Wangen auf der winzige Bartstoppeln wuchsen und immer wieder über seine Grübchen. Über seine vollen Lippen zu streicheln traute sie sich aber dann doch nicht. Mark war schon länger wach gewesen und genoss was sie tat. Doch erst später, gab er das auch zu Bemerken. Er öffnete langsam die Augen und blickte direkt in Sues Augen, die ihm lieb entgegenstrahlten. „Guten Morgen Großer. Gut geschlafen?“, begrüßte ihn Sue und streichelte ihm ein letztes Mal über die Wange. Mark nickte und zog ihre Hand wieder auf sein Gesicht, legte ihre Fingerspitzen auf seine Lippen und küsste sie sanft. Dann schaute er sie wieder zärtlich an und wartete auf ihre Reaktion. Sue lächelte ihm entgegen, beugte sich zu ihm und küsste seinen Haaransatz. Dann stand sie auf und ging in die Küche. Mark reckte und streckte sich im Bett. Ihm gefiel es so aufzuwachen, am liebsten würde er jeden Morgen so erwachen, mit ihr im Arm!
An diesem Sonntag lud Mark seine vier besten Kumpels ein mit denen sich auch Sue total gut verstand. Sie schauten alle zusammen Fußball und machten sich einen gemütlichen Abend. Als alle wieder gegangen waren, kam Mark noch mal zu Sue ins Zimmer und setzte sich zu ihr aufs Bett.
„Ich hatte doch gesagt, dass ich mich für das Frühstück am Bett revanchiere? Also halte dir nächsten Freitag frei, dann machen wir ein kleines gemütliches Picknick.“ Sue strahlte ihn an.
Wieder im Bett ging Mark noch mal alles durch. Er hatte sich vorgenommen Sue am nächsten Freitag seine Liebe zu gestehen. Er hielt es einfach nicht mehr in dieser quälenden Ungewissheit aus. Außerdem wollte er ihr ins Gesicht sagen, wie sehr er sie liebte!
***
Am nächsten Freitag ***
Mark hatte eine Vertretungsstunde bei Sues Klasse, es war nicht das erste Mal das er sie im Unterricht hatte. Er machte ganz normal die Stunde, die er vorgeschrieben bekommen hatte, allerdings gestaltete er sie so wie es ihm gefiel. „Schreibt auf, was ihr fühlt. Fühlt ihr das gleiche wie Romeo oder Julia? Seid ihr auch verliebt, wisst aber, dass es nie etwas wird? Versucht euren Gedanken freien Lauf zu lassen. Ihr müsst es nicht abgeben, wenn ihr nicht wollt.“, sagte er und teilte Blätter aus, auf denen geschrieben werden sollte.
Sue knabberte an ihrem Stift und verlor sich in ihren Gedanken. Eigentlich ging es Julia wie ihr, sie konnte ihre Liebe nicht ausleben, obwohl sie doch so stark empfand und ihr Romeo ihr so nahe war…
„Sue? Kommst du bitte mal her?“ Sue wurde von einer lauten Stimme aus ihren Gedanken gerissen. Verwundert blickte sie sich um und sah das Mark sie anschaute. Sie stand zögernd auf und setzte sich mit einem Stuhl zu ihm.
„Was ist los? Du hast eben so traurig ausgesehen?“, fragte Mark leise und schaute sie lieb an, nachdem er sich vergewissert hatte das sie niemand hörte. Sue grinste scheu: „Ich kann Julia halt total gut verstehen und teile eine Meinung mit ihr.“ Mark riss die Augen auf. „Aber du würdest dir doch nichts antun, weil du unglücklich verliebt bist?“, fragte Mark schnell nach und Sue sah die Angst in seinen Augen. Schnell schüttelte sie den Kopf, was Mark erleichtert aufatmen ließ. „Nein. Ich meine nur, dass ich verstehe, wie sie sich fühlt, wenn sie traurig ist.“ Mark presste die Lippen aufeinander, er mochte es nicht sie unglücklich zu sehen. „Kopf hoch. Ich würde dich ja jetzt gerne umarmen, aber vor der Klasse kommt das nicht so gut.“ Sue nickte, dann grinste sie: „Das holen wir nachher einfach nach.“ Mark lachte und Sue ging zurück an ihren Tisch, um ihre Gedanken aufzuschreiben. Der Stift flog nur so übers Papier, ohne das sie lange nachdenken musste.
„Ich bin auch verliebt. Aber wie Julia, kann ich nicht offen zu meinen Gefühlen stehen, weil ich glaube, dass sie nicht erwidert werden. Er kennt mich nun schon ziemlich lange und er ist die einzige Person, der ich meine intimsten Geheimnisse anvertraue. Ich habe Angst alles aufs Spiel zu setzten, indem ich ihm sage wie sehr ich ihn liebe. Dabei ist es so schwer, ihn tagtäglich zu sehen und mit ihm zu reden ohne ihn nicht küssen zu können, obwohl ich es gerne möchte. Wenn er mich nur anschaut oder mich in den Arm nimmt, schein die ganze Welt um mich herum Kopf zu stehen. Ich liebe ihn so sehr, das ich weinen könnte, wenn ich ihn sehe und weiß, dass ich nicht mit ihm zusammenkomme. Es bedrückt mich, sein Lächeln zu sehen, aber es macht mich auch glücklich, weil ich dankbar dafür bin, dass er mein bester Freund ist und ich unendlich dankbar bin ihn kennen gelernt zu haben!“
Eigentlich wollte Sue noch weiter über Mark schreiben, aber es klingelte zur Pause und so legte sie das Blatt unachtsam auf ihren Block und ging mit einer Freundin auf den Hof. So bemerkte sie nicht, dass ein Klassenkamerad alle herumliegenden Blätter für Mark einsammelte, der sie dann an die eigentliche Klassenlehrerin weitergab. Er durchschaute, als er alleine war, neugierig die Blätter, ob der Bogen von Sue auch dabei war, schließlich hatte er sie beobachtet und sie hatte eifrig geschrieben. Er zögerte einen Moment, als es dann entdeckte. Sollte er es lesen? Seine Neugierde siegte und er steckte es sich in die Tasche um es später zu lesen. Egal was darauf stand, das Picknick würde er geplant durchziehen. Er hielt es einfach nicht aus, ihr länger zu verschweigen, wie verliebt er in sie war.
Als Sue wieder in den Klassenraum ging, wollte sie ihren Zettel wegstecken, schließlich war er doch ziemlich privat geworden. Sie durchwühlte ihre ganze Arbeitsfläche, aber der Zettel war verschwunden. „Hat jemand mein Arbeitsblatt gesehen, was wir eben bei Herr Bergande machen sollten?“, fragte sie laut in der Klasse und sogleich bekam sie als Antwort von dem Jungen, das er sie eingesammelt hatte, auch ihres. Sue riss die Augen auf, es wäre schrecklich wenn Mark es lesen würde. Er würde sofort verstehen, dass er gemeint war, schließlich war es nicht allzu schwer zu erkennen. Auf den Rest des Unterrichts konnte sie sich nicht wirklich konzentrieren, da ihre Gedanken immer wieder zu Mark schweiften. Sie hatte etwas Bammel heimzukommen ohne zu wissen, ob Mark nun alles wusste oder nicht. Als es dann endlich nach der 6. Stunde läutete, machte sie sich schnell, aber auch etwas ängstlich, auf den Heimweg.
Mark hatte schon nach der 4. Stunde aus und fuhr gespannt heim. Immer wieder warf er Blicke auf seine Tasche, in der der geheimnisvolle Zettel lag. Er spürte, dass dieser Zettel alles verändern würde, wenn er ihn las. Entweder würde er zum glücklichsten Menschen dieser Welt werden oder… Darüber wollte er lieber nicht nachdenken.
Zuhause hielt er es kaum noch aus, er legte das Blatt falsch herum auf den Küchentisch, sodass er nicht sah was darauf stand und tigerte immer wieder vor dem Tisch auf und ab. Er atmete tief durch, setzte sich, drehte das Blatt um und begann aufgeregt zu lesen. Nachdem er geendet hatte, legte er ungläubig das Blatt hin und starrte fassungslos ins Leere. Dann breitete sich auf seinem Gesicht ein großes Lächeln aus. Er sprang von seinem Stuhl auf und tanzte freudig durch die Wohnung. Er konnte nicht aufhören zu grinsen, sein größter Traum war in Erfüllung gegangen. Sie war auch in ihn verliebt! Er konnte es noch gar nicht richtig glauben, wie in Trance lief die Zeit weiter. Als er merkte, wie spät es war, packte er den Zettel in sein Zimmer und ging duschen. Laut singend und pfeifend stand er unterm Wasser und seifte sich mit seinem besten Shampoo ein, das nur für besondere Anlässe gedacht war. Aber war das nicht ein besonderer Anlass? Nein, es war der beste Tag seines Lebens, der noch besser werden würde, wenn er ihr heute Abend seine Liebe gestand. Seine Angst war wie weggeblasen.
Er machte sich die Haare, so wie er wusste, dass es Sue am besten gefiel, zog sich etwas lockeres an und wartete im Wohnzimmer auf Sue die nur wenige Minuten später kam. Es fiel ihm schwer, ihr nicht um den Hals zu fallen und sie zu küssen, jetzt wo er wusste wie sie fühlte, aber er wollte alles auf den wunderschönen Abend aufsparen und sich jetzt unwissend geben.
Sue kam zu ihm und druckste etwas herum. Er schaute sie mit großen Augen an und tat als wäre nichts. „Sag mal, hast du zufällig die Arbeitsblätter durchgesehen, die wir heute in deiner Stunde bearbeiten sollten?“, fragte Sue und Mark merkte, wie nervös sie war.
“Puh, dazu hatte ich gar keine Zeit. Ich hab sie gleich eurer Lehrerin gegeben. Ich hab nicht mal eins durchgeschaut. War denn was Wichtiges dabei?“, wunderte er sich gespielt und er sah wie Sue sich entspannte. Sie lächelte ihn an, schüttelte ihren Kopf und sagte ihm, dass sie sich für das Picknick fertig machen würde. Mark bereitete in der Zwischenzeit das Essen vor und ließ es sich nicht nehmen vor lauter guter Laune immer wieder durch die Küche zu tanzen. Da bemerkte er Sue und nahm sie kurz entschlossen an den Händen, um auch mit ihr ausgelassen zu tanzen. Die beiden lachten und versuchten so gut es ging nichts anzustoßen. Dann war das Essen fertig eingepackt und die Beiden fuhren los. Mark hatte einen wunderschönen Platz herausgesucht, an dem sie ganz sicher nicht gestört würden.
Es war eine kleine Wiese, umgeben von einem Wald. Doch man fand nur dorthin, wenn man sich wirklich auskannte. Am Wegrand wuchsen Rosenbüsche und es begann zu dämmern, sodass alles in ein angenehmes Licht gehüllt wurde, doch es wurde nicht kalt. Als Mark eine Decke ausgebreitet hatte bat er Sue noch einmal zurück zum Auto zu gehen, um sein Handy zu holen, was er angeblich vergessen hatte. Während sie weg war, legte er Rosen um die Decke herum, stellte kleine Teelichter dazu und streute Rosenblätter auf die Decke. Außerdem stellte er eine Fackel auf, damit es nicht zu dunkel wurde. Neben Sues Teller legte er eine schöne weiße Lilie, es waren ihre Lieblingsblumen. Er war wieder ein wenig aufgeregt, aber nicht weil er es ihr seine Liebe gestehen wollte, sondern auf ihre gemeinsame Zukunft. Sein Bauch kribbelte so stark wie er es noch nie zuvor gespürt hatte. Er schloss kurz die Augen und horchte in die Stille hinein. Vor seinem geistigen Auge sah er schon wie er Sue küsste und sie streichelte. Sein Bauch kribbelte bei diesen Gedanken immer mehr.
Kaum hatte er sich hingesetzt und gewartet, kam Sue zurück. Wie erwartete ohne Handy, was sie natürlich nicht hatte finden können, schließlich lag es bei ihm zuhause auf dem Nachttisch. Sie blieb erstaunt ein paar Meter entfernt stehen und schlug die Hände vor den Mund. Mit glitzernden Augen trat sie zu Mark, der aufgestanden war, um ihr entgegenzukommen. Während des ganzen Essens machte er ihr Komplimente, brachte sie zum Lachen und verwöhnte sie, wie er nur konnte. Dann war der Moment gekommen. Sie hatten das Geschirr zur Seite geräumt und saßen sich gegenüber. Mark hielt ihre Hände und rückte etwas näher. Sue spürte die positive Spannung in der Luft. Mark strich zärtlich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. Darauf hatte er schon so lange gewartete, er konnte gar nicht begreifen was jetzt geschah. Während er sie verliebt anschaute, begann er zu sprechen.
„Sue ich möchte dir etwas wirklich Wichtiges sagen. Unsere Freundschaft ist mir das Wertvollste auf der ganzen Welt geworden, ich möchte keinen Tag mehr ohne dich an meiner Seite verbringen. Ich danke dir für die wunderschöne Zeit die wir miteinander hatten. Ich glaube aber, dass ab heute nichts mehr so sein wird, wie es zwischen uns war.“ Er machte eine kurze Pause und schaute in Sues verwunderte Augen. Dann schmunzelte er leicht. „Es wird noch wundervoller! Sue, ich habe mich schon seit langem in dich verliebt. Ich liebe dich so stark wie noch niemanden zuvor! Ich möchte mit dir zusammen mein Leben verbringen, weil ich weiß, dass du absolut die Richtige für mich bist! Erst als du in mein Leben gekommen bist, bin ich glücklich geworden…“
Sues Lippen zitterten vor Rührung und eine einsame Träne des Glückes bahnte sich ihre Wange herab. Mark strich sie zärtlich weg und schaute sie gespannt an. Wie würde sie reagieren. Sue blickte ihm tief in die Augen, sie war sich sicher. „Ich liebe dich auch!“ Die magischen Worte waren gefallen. Mark legte seine Hand in ihren Nacken und zog sie langsam zu sich. „Ich liebe dich auch!“, flüsterte er Sue ganz leise zu und sie schmolz bei diesen Worten dahin. Ihr schönster Traum war in Erfüllung gegangen.
Er beugte sich zu ihr und zum ersten Mal berührten sich ihre Lippen! Sie küssten sich sanft und einfühlsam, doch es hatte auch etwas Neugieriges. Es war als würde ein Feuerwerk in ihm ausbrechen. Funken stoben um sie herum und es schien als würde sich die Welt nur um sie drehen. Alles erstarrte in diesen Moment. Sue hatte nicht glauben können, was sie aus Marks Mund gehört hatte. Es war das Beste was ihr im ganzen Leben passiert war und auch sie wusste das er der Richtige für sie war!
Als ihr erster Kuss geendet hatte schauten sich die Beiden glücklich an. Sue kuschelte sich in seine Arme und die Beiden genossen die Nähe des jeweils Anderen. Endlich konnten sie sich berühren und streicheln, ohne Angst zu haben, das sie ihre Freundschaft aufs Spiel setzten würde. Mark konnte den ganzen Abend nicht mehr aufhören zu strahlen und Sue wurde das Gefühl nicht los, dass sie jeden Moment aus dem Traum aufwachen könnte. Doch das würde sie nicht. Die beiden waren zusammen und es war die große Liebe! Nichts könnte die Beiden je auseinander bringen…

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