Verträumt
Als du eingeschlafen bist, habe ich dich noch lange angeschaut.
Ich konnte kaum glauben, dass du wirklich neben mir liegst. Sanft bewegte sich deine Brust auf und ab. Meine Hand war immer noch in deinem Nacken und ich streichelte dich leicht.
Du sahst so friedlich und zufrieden aus. Wie ein Engel.
Ein paar Strähnen von deinem Haar, dass mich an dem Abend so oft gekitzelt hat, waren in dein Gesicht gerutscht. Ich strich sie zur Seite und konnte einfach nicht umhin mit einem Finger über deine Lippen zu fahren. Diese Lippen. So weich, sanft und für mich einfach perfekt. Ich spürte deinen Atem auf meinem Finger und musste lächeln.
Du warst mir so nah und ich wollte nicht, dass dieser Augenblick wie ein anderer, gewöhnlicher, einfach verstich. Ich wollte ihn behalten und nie wieder vergessen.
Du hast auf einmal die Augen aufgeschlagen und mich verschlafen angesehen.
Deine Lippen waren warm und weich auf meinen. Deine Bartstoppel kitzelten sanft über meinen Körper und verursachten dieses wohlige Gefühl. Dieses wohlige Gefühl das ich immer bekomme, wenn du mich ansiehst wie an diesem Abend. Durchdringend, warmherzig und verträumt.
Noch oft denke ich an diesem Abend zurück und frage mich immer wieder, ob ich nur geträumt habe.
~ von kleeblatt am Februar 17, 2008.
Veröffentlicht in Gedichte/Kurzgeschichten
Schlagworte: Bart, Engel, friedlich, genießen, Küssen, kitzeln, Kuss, Liebe, Lippen, Schlafen, Traum, träumen, Verträumt

Es ist wunderschön, und ich konnte beim Lesen der Zeilen den Augenblick spüren.